Nasen- statt Mundatmung
Die Nasenatmung verbindet alle drei Säulen — Reduzieren, Verlangsamen und Vertiefen.
Warum durch die Nase und nicht durch den Mund?
Die Nase ist viel enger als der offene Mund. Sie bremst den Atemstrom, sodass weniger hindurchströmt — der Atem wird langsamer und ruhiger.
Der Mund ist der schnelle Weg für große Luftmengen, gedacht für kurzfristige, hohe Belastung — den Notfall, nicht den Alltag.
Die Nase ist zum Atmen da, der Mund zum Essen.
Was bringt der Atemwiderstand bei der Nasenatmung?
Durch die Nase zu atmen erhöht den Atemwiderstand — rund 50 Prozent mehr als durch den Mund. Dadurch wird das Kohlendioxid länger im Körper gehalten, was für die Abgabe des Sauerstoffs an die Zellen entscheidend ist — der Bohr-Effekt.
Was kann die Nasenatmung im Vergleich zur Mundatmung noch?
In den Nasennebenhöhlen entsteht Stickstoffmonoxid. Bei jedem Atemzug durch die Nase wird es in die Lunge mitgeführt, wo es die Gefäße weitet und die Sauerstoffaufnahme ins Blut verbessern kann.
Die Nase verbessert die Aufnahme von Sauerstoff ins Blut. Das Kohlendioxid steuert die Abgabe aus dem Blut an die Zellen.
Über die Mundatmung geht das Stickstoffmonoxid verloren.
Was macht die Nase mit der Atemluft?
Die Nase filtert, erwärmt und befeuchtet die Atemluft, bevor sie die Lunge erreicht. Der Mund tut nichts davon — die Luft kommt kalt, trocken und ungefiltert unten an.
Was heißt das für den Alltag?
Den größten Teil des Tages braucht der Körper den ruhigen, gebremsten Atem, nicht den schnellen Notweg. Faustregel: Tag und Nacht durch die Nase atmen.
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